40 Jahre Ostaricen-Wallfahrt

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40 Jahre Ostaricen-Wallfahrt

Rede zur Wallfahrerkneipe von Bbr. Alfred Kempinger v. Dr.cer. Pipin.

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Dr. Pipin hält die Rede zu Kneipe

Liebe Wallfahrer, gerne begrüße ich euch so, denn schließlich habt ihr alle an unserer nun schon über 40 Jahre bestehenden Wallfahrt Anteil, entweder als Pilger oder als Besucher. Auch die Wenigen hier, die noch nicht teilgenommen haben, begrüße ich auf diese Weise, weil ich hoffe, sie bald zu unserer Runde zählen zu können.

Als ich vor 40 Jahren im Jahre 1975 auf Drängen einiger Bundesbrüder die Wallfahrt ins Leben gerufen habe, habe ich nicht einmal im Traum daran gedacht, dass sie mehr als ein paar Mal stattfinden würde und schon gar nicht, dass wir, da sie zu einer Institution geworden ist, ein 40-Jahr-Jubiläum begehen würden. Von Ostaricia ist sie nicht mehr wegzudenken, sie macht mehr als ein Drittel von uns aus – zeitmäßig gemessen an der Dauer des Bestandes der Verbindung und personell mit über 50 Bundesbrüdern als Fußwallfahrer und mehr als 30 Bundesbrüdern als Besucher in Mariazell oder einer der Stationen. Auch das sind zusammen mehr als ein Drittel der Verbindungsmitglieder.

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Grußworte des Organisators der Wallfahrt, Dr. Sir Amor

Auch hat die Wallfahrt schon lange den Rahmen Ostariciae gesprengt und im Laufe der Zeit sind mehr als 50 Korporierte – zum größten Teil aus unseren Freundschaftsverbindungen Comagena und Markomannia, aber auch aus dem ÖCV, überwiegend aus e.v. Rudolfina, bis hin zu Damenverbindungen und dem Wingolf – als Geher und Besucher ihrem Ruf gefolgt. Einen großen Prozentsatz aber bilden Damen und Nichtkorporierte, die zum Teil mit großer Treue an der Wallfahrt hängen oder ihr schon lang die Treue gehalten haben. Jedenfalls hat die Idee während ihrer 40 Jahre mehr als 300 Personen in ihren Bann gezogen.

Doch auch an unserer Wallfahrt ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen – „manch einen hat der Tod gerufen nach seinem ew´gen Heimatort“: stellvertretend für alle seien die Bundesbrüder Ekkehard, Sueton, Dr. Archie, Gilbhard, Thaddäus und das Ehepaar Maukie und Franzl Thajer genannt, die einst zum Urgestein der Wallfahrt gehört haben. Sie und die vielen anderen wollen wir der Fürsprache der Mariazeller Muttergottes empfehlen.

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Bbr. Goliath präsentiert die Wallfahrercollage

Auch das Management hat sich verändert – so begleiten Dr. Stamperl und meine Wenigkeit die Pilger nicht mehr zu Fuß, sondern per PKW und unser Cheflogistiker Zarathustra – damals war er ja noch nicht Dr. cerevisiae – hat sich nach 25 Jahren überaus verdienstvollen Wirkens von seinen Funktionen zurückgezogen. Er wurde von Bbr. Marlborough abgelöst, dem es gleichfalls zu danken gilt, und dieser wiederum hat den Marschallstab an Dr. Sir Amor weitergereicht, dem wir alles Gute für sein Amt wünschen.

 

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Sangeswart Alarich an der Gitarre

Und weil ich von Treue und Urgestein gesprochen habe: Viele Wallfahrer bekunden ihre Verbundenheit durch ihre oftmalige Teilnahme, ich denke da im Besonderen an den zur grauen Eminenz gewordenen Bbr. Alexander, an Monika Sprinzl, die Familie Thajer, die Damen Britta Grohmann, Inge Dörfel, an unsere Isi Haider, die für unsere Jungen zu einer Art Wallfahrtsmutter geworden ist und nicht zuletzt an meine Tochter Susanne mit ihren 17 Pilgerfahrten. Nicht zu vergessen unsere Anni Anderle, die, als ihr das Mitgehen nicht mehr möglich war, jahrelang in Heiligenkreuz am Reisesegen teilgenommen hat, für unseren Einzug in Maria Reisenmarkt das Glockengeläute arrangiert und uns mit ihrem köstlichen Zwetschkenkuchen verwöhnt hat. Ich denke ferner an Bbr. Skalpell mit seinen so stimmungsvollen Gottesdiensten in der Gscheidkapelle und an seine Mutter Luise mit ihrem wohlschmeckenden „Monastirka“. Erwähnen will ich auch unseren treuen Pater Norbert, der es sich bis zum heutigen Tag nicht nehmen lässt, eigens aus Asparn an der Zaya anzureisen, um unseren Abschluss-Gottesdienst in Mariazell zu zelebrieren und auf diese Weise Kontakt mit seiner Ostaricia zu halten. Nicht vergessen sollen wir auch die Bundesbrüder Dr. Theoderich, der solange es ging unsere Versorgung am letzten Wallfahrtstag in vorbildlicher Art bewerkstelligte, und Kallisto, der seine Verbundenheit jahrelang durch seine Besuche mit dem Motorrad bei fast allen Stationen unter Beweis gestellt hat.

Ja, die Wallfahrt ist zu einer Institution geworden! Viele Ideen wurden in ihrem Rahmen geboren, wie zum Beispiel die über 10 Jahre währende Blutspendeaktion der Verbindung, und vieles wurde erörtert und festgelegt, das dann im Korporationsleben umgesetzt wurde. Und dass sie lebt, beweist die Teilnahme vieler auch jüngerer Bundesbrüder, wie zum Beispiel Wheezy, Goliath, Xentiphos, Kadmos und anderer. Aber auch ganz Junge werden von der Idee angezogen – so hat unser Fuchs Atlas schon eine Wallfahrt hinter sich, hat sich heuer wieder angemeldet und mit ihm 6 weitere Aktive. Auch der Benjamin unserer Wallfahrt, meine Enkelin Katharina rüstet sich in ihrem zarten Alter von 12 Jahren für ihre dritte Teilnahme.

Also für die Zukunft brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Wie es meine Tochter in ihrem im Altherrenbrief veröffentlichten Artikel formuliert hat: „Die Wallfahrt ist eine ansteckende Krankheit, die nur schwer auskuriert werden kann!“ Um es zeitgemäß auszudrücken: die „Zellermania“ hat uns fest im Griff und so soll es bleiben. Es lebe die Wallfahrt ad multos annos! – oder: So lange die Füße tragen!2016-8-4_Wallfahrerkneipe (25)

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